Hüftgelenksdysplasie (sogenannte HD) und Ellenbogendysplasie (sogenannte ED) sind rassespezifische Krankheiten des Labrador Retrievers. Die Eltern unserer Welpen sind beide geröntgt und frei von Anzeichen dieser Krankheiten. Da es sich jedoch um genetisch bedingte Krankheiten handelt, gibt es keine Gewähr – auch beim Züchter nicht – dass diese Krankheiten nicht trotzdem bei einem Welpen auftreten können. Lesen Sie hier den Abschnitt über rassespezifische Krankheiten.
Deshalb ist es unbedingt erforderlich, dass Sie folgende Dinge verinnerlichen und an alle weitertragen, die Verantwortung für Ihren Welpen übernehmen werden:
Machen Sie im 12. Lebensmonat des Welpen einen tierärztlichen Check auf HD und ED.
Hierzu kann Sie Ihr Tierarzt beraten. Die Kosten halten sich in Grenzen. Mit dem genauen Wissen um den Zustand Ihres Rackers können Sie dann schon in jungen Jahren darauf achten, dass er einen schmerzfreien Lebensabend verbringt. Es gibt heutzutage durchaus Möglichkeiten, HD und ED zu behandeln – also warten Sie nicht, bis sich der Zustand Ihres Welpen in späteren Jahren stark verschlechtert hat.
Lassen Sie Ihren Welpen bis in den 8 Lebensmonat (so gut wie) keine Treppen steigen.
Natürlich ist es nicht angenehm, einen halbjährigen Labrador durch die Gegend zu hieven, aber: bis zum neunten Lebensjahr ist das Skelett des Hundes nicht vollständig ausgebildet. Das heißt, dass in dieser Zeit Belastungen wie Treppensteigen seine Hüfte und seine Ellenbogen stark belastet – da vor allem junge Tiere zur Übermut neigen, kompensieren sie den Schmerz mit Freude und Leistung bzw. Bestätigung durch Frauchen und Herrchen. Im Alter sind die Folgen dann oft verheerend – nicht nur, aber auch gerade dann, wenn sich eine HD oder ED herausstellt.
5 Stunden Gassigehen ist kein Welpenspaziergang.
Wenn Ihr Welpe Anzeichen von Erschöpfung zeigt, ist es bereits zu spät. Wählen Sie in den ersten Monaten Ihre Routen und Zeiten mit Bedacht. Ein Spaziergang von 60 bis 120 Minuten bei Sonne kann für einen 3 bis 12 Monate alten Labrador bei entsprechender spielerischer Forderung und vielen neuen Eindrücken eine große Herausforderung sein. Schonen Sie ihn und beobachten Sie ihn auch beim Spiel, wird es längere Zeit “zu bunt”, lenken Sie seine Aufmerksamkeit auf sich und beruhigen Sie ihn, brechen Sie ab und gehen Sie nach Hause – kuscheln Sie mit ihm. Sie tun ihm und sich dabei viel mehr Gutes, als ihn in seinem ersten Lebensjahr permanent zu überfordern. Generell gilt – lieber 3 Mal mehr raus, aber dafür nicht so lang.
Meiden Sie Rolltreppen.
Rolltreppen sind für viele Hunde beängstigend. Manche neigen zu den unmöglichsten Verrenkungen (aus Angst) und auch Unfälle mit den Krallen und Tatzen der Tiere sind auf Rolltreppen nicht ungewöhnlich. In den meisten Fällen gibt es eine Alternative und wenn es ein Aufzug ist. Denken Sie an die Gesundheit Ihres Tieres.
Leine und Fahrrad fahren
Hierzu gibt es viele verschiedene Ansichten, auch unter Tierärzten. Unsere Meinung: solange keine direkte Sonne scheint, die Strecke angemessen ist und sich Beton und Waldboden die Waage halten, ist das Ausführen an der Leine während des Fahrradfahrens durchaus in Ordnung. Handelt es sich um Touren mit Pause und/ oder längerem Aufenthalt hausauswärts, vergessen Sie bitte keine Wasserflasche sowie eine alte Schüssel/ einen alten Trinknapf. Und lassen Sie in jedem Fall zu jedem Zeitpunkt Ihren Hund die Geschwindigkeit angeben.